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Warum muss an den Milchzähne etwas gemacht werden, sie

fallen doch irgendwann aus?

Milchzähne sind nicht nur für ein schönes Lächeln wichtig, sondern auch zur

Entwicklung der Sprache. Unbehandelte kranke Milchzähne können zu

Schmerzen, Essstörungen, Kieferfehlentwicklungen, häufigen

Infektionskrankheiten und Schäden an den 2. Zähnen führen.

 

Wie kann ich mein Kind auf eine Behandlung vorbereiten?

      - Bereits im Vorfeld können Sie Ihrem Kind helfen, eine positive Einstellung    

        zu dieser für viele Menschen unangenehme Sache zu bekommen:

      - Übertragen Sie nicht Ihre eigenen Ängste

      - Erzählen Sie nicht was alles gemacht werden könnte

      - Drohen Sie nicht mit dem Bohren als Strafe für schlechtes Putzen

      - Der Zahnarzt möchte in erster Linie „mal gucken“ und „die Zähne

        durchzählen“

      - Auch Versprechungen sollten Sie nicht machen:

      - Aus dam Satz „Es tut gar nicht weh“ hört Ihr Kind nur das „Wehtun“

        heraus. Außerdem kann es bei der Behandlung durchaus zu  

        unangenehmen Empfindungen kommen

      - Versprochene Belohnungen im Vorfeld setzen Ihr Kind genauso unter

        Druck wie Drohungen.

 

Was ist bei der Behandlung zu beachten?

      - Ansprechpartner bei der Behandlung ist Ihr Kind. Es sollte die ganze Zeit

        das Gefühl haben mitbestimmen zu können.

      - Die Behandlung von Kindern benötigt mitunter fünfmal so viel Zeit wie

        die eines Erwachsenen, und  manchmal kommt man auch nicht zum Ziel.

        Planen Sie daher etwas mehr Zeit ein und seien Sie nicht zu enttäuscht

        wenn der Zahnarzt nichts machen konnte. Meist wird es beim nächsten

        Mal um so besser

      - Kinder ab etwa 4 Jahren sprechen sehr leicht auf Hypnose an.

      - Schon eine Geschichte, Geräusche, Farben und Gerüchen führen zu einer

        Reizüberflutung, die vom eigentlichen Behandeln völlig ablenkt.

      - Worte die Angst auslösen weil sie mit negativen Erfahrungen assoziiert

        werden, sollten vermieden werden.

      - Die „Spritze“ und der „Bohrer“ versetzen viele Kinder sogar schon in

        Schrecken, ohne dass Sie sie kennen gelernt haben.

 

Sollten Milchzähen nicht immer so lange stehen bleiben bis sie

von alleine ausfallen?

Jeder Milchzahn sollte grundsätzlich so lange erhalten werden bis seine Zeit

gekommen ist. Die hinteren Backenzähne fallen erst mit etwa 11 Jahren aus.

Bei kleinsten Defekten kann mit gutem Putzen und Fluoridieren der Prozess

zum Stillstand kommen und sogar wieder rückgängig werden.

Bei kleinen „Löchern“ erhält der Zahn eine Füllung. Bei Schäden bis zum Nerv,

muss dieser Teilweise entfernt werden.

Anschließend sollte er - genau wie stark zerstörte Zähne - mit einer

schützenden Krone versorgt werden. Ist der Zahn entzündet oder nicht mehr

zu versorgen -ein „fauler“ Zahn - muss er raus.

Die entstandene Lücke kann je nach Lage mit einem Platzhalter versorgt

werden oder auch so bleiben.

Das ist abhängig von der Position des Zahnes, z.B. als Mitspieler der Zunge  

beim Sprechen, der benachbarten Zähne und dem Durchbruchszeitpunkt des

folgenden Zahnes.

 

Kann die Behandlung am Milchzahn wehtun?

Der Milchzahn hat genau wie die bleibenden Zähne Nerven im Inneren. Geht ein

Defekt bis in diese Tiefe, sollte der Zahn spätestens ab hier für die Behandlung

betäubt werden. Bei nicht ausreichender Mitarbeit oder zu großer Belastung

durch lange und mitunter auch schmerzhafte Behandlungen sollte sogar eine

Vollnarkose in Betracht gezogen werden.